Für.


Zunehmends fällt mir auf, dass „Dagegen“ das neue „Dafür“ sein dürfte. In den Medien hört und liest man (wenn mir da wieder mal was unterkommt) sehr häufig „Kampf gegen …“ (bitte einfache benötigtes Einsetzen, je nach Zeit, Land oder Geschehnis): Terrorismus, Virus, Armut, Krankheit, Übergewicht, Faschismus, Rechts/Links/Oben/Unten-Radikalen, Manspreading, Mensplaining, Sexismus,…

Ja, da sind viele Dinge dabei die längst überholt wären, die nicht schön und in Ordnung sind, oft sogar gefährlich und vieles davon von den meisten unerwünscht.

Nur:
Kämpfen dagegen löst das Problem gar nicht. Glaubst du nicht?

Gut, geht bitte mal ins Wirtshaus und wenn du gefragt wirst, was du möchtest, dann sag einfach „Kein Bier“. Und schau was du bekommst.

Für Gleichberechtigung zu sein zum Beispiel ist eine wichtige Aufgabe. Die hört aber nicht da auf, wo ich jemanden beschuldige, der das anders handhabt. Ganz im Gegenteil. Für Gleichberechtigung zu sein ist eine lebenslange Aufgabe, so wie zu lieben eine Entscheidung ist, die ich täglich erneuere, damit ich es nicht im Alltagstrubel aus den Augen verliere.

Lasst uns doch das Schöne, Liebevolle, Gemeinsame und Menschliche kultivieren und pflegen, anstatt das zu bekämpfen, das wir loswerden wollen.

Und das bedeutet, auch die Stimme zu erheben, um Hilfe zu rufen oder einzuschreiten, wenn wir Zeuge eines Vorfalles werden.

Ich wünsche euch einen wundervollen Wochenstart! Feiert die Schönheiten des Lebens und nährt das, was ihr vermehren möchtet!

Alles Liebe,
Thomas


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