Über meine Energie.


Mal wieder was längeres.

Wir alle haben 100% Energie zur Verfügung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Nur, dass wir von diesen 100% vielleicht bewusst nur ein paar davon verwenden. Der Rest geht drauf für unbewussten Ballast und Gewohnheiten, Ängst und ähnliches.

Nach mittlerweile 2 Jahrzehnten der Selbsterfahrung (Psychotherapie in verschiedenen Formen, Körperarbeit,…) kann ich eines sicher sagen:
Wenn ich mich in meinem Leben nicht ganz fühle oder nicht glücklich dann nicht weil mir etwas fehlt, sondern weil ich bewusst oder unbewusst auf der Bremse stehe und/oder einige sehr kräfteraubende Gewohnheiten lieber gewonnen habe als mich selbst. Dagegen gibt es nichts auszusetzen wenn dir das so gefällt und du dich dafür entscheiden möchtest.

Bist du damit aber nicht zufrieden, dann ist ziemlich sicher nicht die Politik, deine Familie oder ein Virus dafür verwantwortlich. Wir alle haben im Leben Krisen, Probleme, Krankheiten und, wie ich letztens so schön in einem Artikel gelesen habe, in so gut wie jeder Familie wird gestorben. Und das ist auch nichts, worüber man sich so richtig freut (meistens zumindest).

Zurück zu unseren 100%:
Also, wenn ich das Gefühl habe (und ja, das kenne ich noch sehr gut), ich habe zu wenig Energie, dann deshalb, weil ich sie für Dinge verheize, die mir entweder nicht gut tun und ich es trotzdem tue oder weil ich unbewusste Muster laufen habe, die viel Energie verbrauchen.

Manche versuchen dann noch, aufs Gas zu steigen, weil sie glauben, sie geben nicht genug und verbrennen dabei. Doch die Lösung ist meist nicht, noch mehr zu tun sondern etwas nicht mehr benötigtes Loszulassen. Und auf keinen Fall dagegen ankämpfen, denn das ist immer noch einer der besten Tricks, die alte Gewohnheit aktiv zu halten.

Ein Beispiel: Wenn ich in einer Hand einen Löffel halte und ihn nicht mehr brauche, dann kämpft nicht die andere Hand gegen den Löffel sondern ich lege ihn einfach weg.

Und mit Gewohnheiten ist es sehr ähnlich. Loslassen. Und dann fühlt sich das UNGEWOHNT an, weil neu. Das ist logisch. Mag auch sein, dass es sich falsch anfühlt. Ja, weil eben neu und unser ganzer Organismus uns vor unbekanntem schützen will. Oft fühlen wir dann als nächstes Unsicherheit und Angst, die uns zum gewohnten Zustand zurückführen möchte. Auch normal, einfach weitergehen. Der Körper ist einfach süchtig nach seinem bekannten Hormoncocktail, den er mit unseren Gewohnheiten verknüpft.

Jemand, der sich ständig ärgert macht das unter anderem auch deshalb, weil das Gehirn sich an diesen Chemiecocktail gewöhnt hat, der mit dem Ärgern einhergeht. Er oder sie würde sagen, dass Ärgern kommt von den Trotteln in der Regierung oder was auch immer. Da es aber viele gibt, die sich deshalb nicht so aufregen, ist es wohl eher eine subjektive Wahrnehmung, eine Gewohnheit des Ärgerns oder Jammerns. Wie gesagt, kann man machen, ändert halt nichts. Kostet aber einen beträchtlichen Teil der 100%.

Und eines weiß ich mittlerweile auch sicher:
Wenn du dein Leben in eine freudvolle und liebevolle Richtung ändern magst, dann wird dir am Anfang der Verstand sagen, dass das Blödsinn ist, dass du dir das einbildest, dass das nicht echt ist. Und genauso fühlt es sich anfangs auch an. Aber auch an diese Freude gewöhnst du dich sehr schnell und dann wird dir klar, dass der Ärger nicht realer ist als die Freude. Aber ich es mir aussuchen kann. Und dass Freude auf mich und meinen Körper sehr viele schöne und gesunde Auswirkungen hat und auch das Immunsystem stärkt. Und das alles brauchen wir jetzt mehr als je zuvor.

Also…Angst und Ärger oder Freude und Liebe? Entscheide dich einfach!❤️


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