Dankbar.


Vor ein paar Tagen stand ich in meiner Küche und bereitete mein Abendessen zu. Und plötzlich, ohne Vorwarnung und ersichtlichen Grund war ich erfüllt von einer Freude und Liebe, dass ich einfach laut lachen musste. Einfach so, ohne in diesem Moment etwas spezielles dafür getan zu haben.

Wenn ich zuvor von so einem Moment gehört oder gelesen hatte, stellte ich es mir vor, wie es sein würde. Aber nie war es so wie in diesem Augenblick dann tatsächlich. Als ich jetzt ein wenig darüber nachdachte, blickte ich ein etwas in meiner Geschichte zurück, so etwa 15-17 Jahre. Damals wohnte ich mit zwei Freunden zusammen und in dieser Zeit hätte ich so einen Glücksmoment weder ertragen noch geglaubt.

Meine zwei Freunde erzählten mir später mal, dass sie an der Art und Weise wie ich am Morgen die Türschnalle meiner Zimmertür nach unten drückte bereits Rückschlüsse auf meinen jammernden Gesichtsausdruck ziehen konnten. Und nicht selten hatten sie Lust (zumindest von einem der beiden weiß ich es sicher), mir einfach eine runterzuhauen, was sie, weil sie liebe Freunde sind und waren, nie taten.

Solche Morgenmomente in dieser Intensität habe ich nicht mehr, so ähnliche nur mehr ganz selten. Und wenn, dann kann ich ganz gut mit ihnen umgehen und sie erinnern mich an den weiten Weg, den ich schon zurückgelegt habe. Und dass es jeden Tag noch schöner, freier, erfüllter und leichter wird.

Dafür bin ich sehr dankbar! Und dafür, dass ich nie zum Frühstückskaffe geschlagen worden bin auch.


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